Sonata for guitar
| Composed: | 1979 |
|---|---|
| Parts: | 1) Allegro - 2) Dialogo - 3) Rondo |
| Durata: | 12' |
| Publication: | Zanibon |
English
With its three movements, the Sonata from 1980 follows the classical formal principle. The opening Allegro is of a cheerful nature. The dance-like, almost playful theme alternates with rhythmically impulsive sections that with their shifts of accent form a contrast to the theme.
Deutsch
Die "Sonata" von 1980 folgt mit ihren drei Sätzen dem klassischen Formprinzip. Das eröffnende Allegro ist von heiterem Gestus. Dem tänzerischen, nahezu verspielten Thema stehen rhythmisch impulsive Abschnitte gegenüber, die mit ihren Akzentverschiebungen einen Kontrast zum Thema bilden.
Der zweite Satz besitzt hingegen eine gänzlich andere und düstere Farbe. Eine melismatisch und eine kantabel geführte Stimme, welche letztere sich zuweilen zu choralartigen Akkorden verdichtet, führen darin ein dialogisierendes zweistimmiges Wechselspiel.
Im "Rondo" kommt Farkas Verehrung für Johann Sebastian Bach zum Ausdruck. Es beginnt mit einer flirrenden chromatischen Sechszehntelkette, die in ein trillerndes Sekundpendel mündet. Hierzu tritt eine sangliche Unterstimme in Viertelnoten, die aus den Tönen B-A-C-H-GIS-G besteht. Dieses Sechstonmotiv wird sofort transformiert, indem dessen zweite Hälfte wiederholt und die Krebsform zur ersten gebildet wird. Nach dieser Exposition des wesentlichen thematischen Materials werden im weiteren Verlauf die Stimmen transponiert und vertauscht, so daß das B-A-C-H-Motiv in der Oberstimme erklingt. Gleichermaßen dient es als Oberstimme auch in den Zwischenspielen, in denen sich die rasche Sechszehntelbewegung zu einer triolischen Akkordbrechung verlangsamt. Im Finale des Rondos wird es rhythmisch zu einer Achtelbewegung diminuiert, während das Sekundpendel eine Augmentation hin zu in Akkorden gesetzten Viertelwerten erfährt.
Maximilian Mangold
Italiano
…La « Sonata » del 1979, brano stranamente dimenticato dai chitarristi. Qui Farkas utilizza strutture seriali libere nell' allegro iniziale per approdare ad un vero linguaggio dodecafonico solo nel secondo tempo (dialogo), mentre nel rondò finale un continuo movimento cromatico riporta l' attenzione verso strutture tipicamente strumentali.

